Unser Vereins-Bulli sorgt für Mobilität im Alltag

Für Menschen mit Behinderung ist Mobilität ein ganz wichtiger Faktor, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen zu können und ein Stück „Normalität“ zu erleben. Freunde treffen, mal ins Kino gehen, ein Festival oder Konzert zu besuchen, eben das machen können, was andere auch machen – diese „normalen“ Dinge sind wichtig, um nicht noch mehr ausgegrenzt zu werden.

Natürlich kann man auch öffentliche Verkehrsmittel oder ein Behindertentaxi nutzen, aber leider zeigt der Alltag, dass trotz großer Anstrengungen zur barrierefreien Nutzung von Bahnhöfen und Bussen, noch immer große Defizite bestehen.

In Paderborn z.B. muss man sich mindestens ein Tag vorher beim Mobilitätsservice, dessen Büro nur bis 17.15 Uhr geöffnet ist und bei der Nordwestbahn anmelden, wenn man von Paderborn nach Hövelhof fahren möchte. Man muss sich 20 Minuten vor Abfahrt im Bahnhof einfinden. Das ist sehr zeitaufwändig und lässt kaum Raum für eine spontane Fahrt zu. Um zu den Bahngleisen 4 und 5 zu gelangen, müssen die Mitarbeiter vom Mobilitätsservice Rollstuhlfahrer über die Bahnschienen oder über den Treppenlift führen, weil zu den betreffenden Gleisen ein Aufzug fehlt.

Defekte Fahrstühle in Bahnhöfen sind auch immer wieder ein großes Problem. Es ist ja schön, wenn ein Bahnhof über einen Fahrstuhl verfügt, doch wenn dieser ständig defekt ist, nützt das leider auch nicht viel. Die Reparaturen dauern häufig sehr lange und so ist man gezwungen, entweder auf einen anderen Bahnhof ausweichen zu müssen oder eine Alternative zu suchen.

Auch mit dem Rolli im Bus unterwegs zu sein, ist nicht immer leicht. Die Busfahrer sind oft genervt, weil ein Fahrgast im Rollstuhl extra Arbeit macht und Zeit kostet. Gerade zu Stoßzeiten, wenn einige Busse extrem voll sind, sind dann oft auch noch die anderen Fahrgäste genervt, weil ein Rolli viel Platz wegnimmt und wenn die Person aussteigen will, erst mal alle im Gang vor der Tür aussteigen müssen.

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist für Betroffene also immer mit einem erhöhten Auswand und leider auch oft mit viel Ärger verbunden, wie auch ich häufig am eigenen Leib erfahre.

Mit dem eigenen Auto ist es schon wesentlich bequemer und stressfreier, doch leider verfügt nicht jeder Betroffene bzw. seine Familie über ein eigenes, behindertengerechtes Fahrzeug.

Um Menschen mit Behinderung die Teilnahme am sozialen Leben leichter zu machen und so deren Integration zu fördern und zu erhalten, verwaltet unser Verein ein spezielles behindertengerechtes Fahrzeug. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, dieses Fahrzeug unentgeltlich auszuleihen, um mobil zu sein. Nur der Kraftstoff muss selbst bezahlt werden. So konnten in der Vergangenheit u. a. Festivals und Fußballspiele besucht oder Ferienfreizeiten veranstaltet werden.

Das alte Fahrzeug ist in die Jahre gekommen und soll durch ein Neufahrzeug ersetzt werden.

Um ein Neufahrzeug zu finanzieren sind wir auf Spenden angewiesen.

So könnte das neue Fahrzeug aussehen:
Mercedes Sprinter

Mercedes Sprinter

Ford Transit
Ford Transit